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smoke-258786_1920 (Kohlendioxyd und Treibhauseffekt – kurz und knapp erklärt) Quelle: pixabay.com
13.05.2019 – 11:41 Uhr (zuletzt bearbeitet: 15.05.2019 – 16:32 Uhr)

Kohlendioxyd und Treibhauseffekt – kurz und knapp erklärt

was man über dieses wichtige Thema wissen sollte

Kohlendioxyd (CO2) greift ganz erheblich auf die Wärmestrahlungsbilanz unserer Atmosphäre ein- es absorbiert Infrarotstrahlung und hält somit abgestrahlte Wärme in der Atmosphäre fest. Erst dieser natürliche Treibhauseffekt führt zu einem für das Leben erträglichen Temperaturdurchschnitt auf der Erde. Bereits 1869 konnte das nachgewiesen werden. Seit 1965 liegen uns detaillierte Ergebnisse vor, die sich immer weiter verfestigen. Eine wichtige Erkenntnis ist dabei die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit Molekülen. Fourier entdeckte bereits 1824 diesen als Treibhauseffekt genannten Zustand. Ein vermeintlich kleiner Anteil (0,04%) des vom Menschen verursachten CO2 in der Atmosphäre entspricht einem Gesamtausstoß von 1000 Milliarden Tonnen CO2. Leider verführen genannte 0,04% auch bei Wissenschaftlern oft dazu, bei diesem Anteil von „Spurengasen“ **) zu sprechen, was definitiv einen falschen Eindruck erwecken kann. Fest steht jedoch, dass der damit verbundene Anstieg des CO2-Anteils der höchste seit 3 Millionen Jahren Erdgeschichte ist. Die Natur stößt zwar durch Verrottungsprozesse weit mehr als 0,04% CO2 aus, aber dieser Anteil wurde zuvor durch Photosynthese der Atmosphäre entzogen, d.h. die Natur hält ohne den Eingriff des Menschen den CO2-Anteil im Gleichgewicht. Der in den letzten Jahrzehnten nachgewiesene Anstieg von ca. 45% des Kohlendioxyds in der Atmosphäre ist somit nur durch den Menschen verursacht.

Der Hauptanteil der Atmosphäre, also Stickstoff und Sauerstoff haben minimalen Treibhauseffekt, weil sie die Wärmestrahlung kaum speichern. Man braucht aber mindestens 3-atomige Moleküle, um im langwelligen Bereich Wärme zu absorbieren und somit innerhalb der Atmosphäre zu binden- also eben CO2 oder das noch weit gefährlichere Methan, welches durch Temperaturanstiege frei gesetzt wird.

Die heutige Durchschnittstemperatur ist höher als jemals im gesamten Holozän, also der Zeitphase, in der der Mensch erdgeschichtlich auftaucht, also mehr als 11.000 Jahre.

*) Der Anteil von FCKW war vor einigen Jahren deutlich geringer als die genannten 0,04% bei CO2. Doch der Effekt einer Ozonschichtschädigung war erheblich. Nach FCKW-Verbot erholt sich die Ozonschicht deutlich erkennbar wieder. Man sieht daran, dass selbst prozentual kleine Anteile verheerende Wirkungen haben können.

HP


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