Nachrichten CDU-Much

rsag (Zum Thema Grünschnittabfälle) Quelle: https://www.rsag.de/
20.04.2018 – 11:39 Uhr (zuletzt bearbeitet: 02.07.2018 – 11:45 Uhr)

Zum Thema Grünschnittabfälle

Müllentsorgung im Gemeindegebiet –
Entsorgung von Grünschnitt als Beispiel

Immer wieder fällt auf, dass Entsorgung von Grünschnittabfällen, die regelmäßig bei der Gartenpflege anfallen, nur mühsam und durch weite Wege erfolgen kann. Eine Entsorgung in der Biotonne scheitert meist am geringen Volumen und dann stellt sich die Frage, wohin mit den Küchenabfällen bis zur nächsten Leerung? Auch als „Bündel“ der Abfuhr beizulegen ist nicht unbedingt zielführend. Grasschnitt und Vertikutiergut lässt sich schlecht bündeln; irgendwelche Papiertüten sind auch keine Lösung, wenn diese feucht werden. Eine Eigenkompostierung ist möglich, aber auch hier stößt man schnell an Grenzen. Ein Einsatz von Containern ist aus Platzgründen oft nicht möglich.

Und so verwundert es nicht, dass in bestimmten Jahreszeiten die eine oder andere kleine wilde Kippe im Gemeindegebiet entsteht!

Fakt ist, dass die Gemeinde Much ländlich geprägt ist und dass die entsprechend großen Haus- und Hofgrundstücke in gewachsenen Ortslagen einer entsprechenden Pflege bedürfen. Dies ist nicht vergleichbar mit Grundstücken der Reihen- oder Blockbebauung im städtischen Wohnumfeld. Es ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll, Abfall privat in Eitorf, Sankt Augustin oder auch außerhalb des Rhein-Sieg-Kreises zu entsorgen.

Es stellt sich die Frage, warum es im Gemeindegebiet keine Möglichkeit gibt, Abfälle zeitnah, ortsnah und kostengünstig loszuwerden.

Die Frage ist schnell beantwortet!

Die Sammlung von Abfällen in der Zuständigkeit der Gemeinde ist in der Abfallsatzung des Rhein-Sieg-Kreises nicht vorgesehen. Sämtliche öffentlich zugänglichen Abfallsammlungen und Entsorgungen haben durch die kreiseigene RSAG -Anstalt öffentlichen Rechts- zu erfolgen und diese Entsorgungsstellen sind zentral organisiert.

Ein Lösungsansatz wäre z.B., wie es in Landgemeinden von Baden-Württemberg praktiziert wird: Am gemeindlichen Bauhof ist ein Wertstoffhof angegliedert, wo Bürger ihre Wertstoffe, unbedenkliche Abfälle vom Altpapier bis hin zum Grünschnitt in haushaltsüblichen Mengen abgeben können. Die Gemeinden werden am Erlös der Verkäufe beteiligt oder führen dies in Eigenregie durch.

Dieser Lösungsansatz wurde auch mit der zukünftigen Neuerrichtung des interkommunalen Bauhofs in Seelscheid-Nackhausen in Erwägung gezogen. Leider musste dieses Vorhaben u.a. auch aufgrund von Protesten von Anwohnern verworfen werden (häufiges An- und Abfahrten von Müllentsorgern, dadurch reges belastendes Verkehrsaufkommen für die Anwohner).

Eine Entsorgung sollte zeit- und ortsnah funktionieren. Wertstoffe sind Rohstoffe!

Ein gutes Beispiel wie Entsorgungswege gehen, ist die Wiederaufstellung des Elektro-Kleingeräte-Containers durch die RSAG, hierüber haben wir bereits berichtet.

Vielleicht gelingt es in absehbarer Zeit geeignetes Gelände für einen Wertstoffhof in Much zu finden. Unsere Kollegen von der SPD hatten vor einiger Zeit bereits einen entsprechenden Antrag gestellt.

Wir, die Mucher CDU, werden an diesem Thema dranbleiben.
CR


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