POLIT-PARODIE

traffic-332857_1280 (Sigmund Freud und das Thema Tempolimit) Quelle: pixabay.com
01.02.2019 – 13:08 Uhr (zuletzt bearbeitet: 02.02.2019 – 13:16 Uhr)

Sigmund Freud und das Thema Tempolimit

Wusste der Gründer der Psychoanalyse bereits um des Deutschen größtes Problem?

Irgendwie packte mich mal die Lust, nach Schweden in Urlaub zu fahren. Mit dem Auto. Der Stress, die Wut- und auch Schweißausbrüche auf deutschen Autobahnen bis zur dänischen Grenze muss hier nicht weiter erörtert werden. Kennt ja jeder. Ja und dann?

Unglaublich – meine Erholung begann schon auf der dänischen Seite. Im Auto. Und dieser Zustand – trotz Arbeit am Lenkrad – hielt an bis zum Ziel. Ja was ist denn dass? Keinen Vogel oder gar das „A“-Zeichen gezeigt bekommen, kein Drängeln, keine links-wie-rechts vorbei donnernden Luxusschlitten- nein, einfach nur entspanntes, teils nett grüßendes aneinander Vorbeifahren – allerdings nicht schneller, als das jeweilige Tempolimit vorschreibt.

Hatte Freud etwa Recht, als er darlegte, dass der Hang zum Rasen und rücksichtsloses Verhalten damit zu tun haben könnte, dass bei einigen Rasern die geheimen Männerprobleme sich auf die Sorge um die Größe ihres „besten Stücks“ reduzieren und mittels „Luxusschlitten“ sehr gut verdrängen ließe? Gewagte Annahme – aber Macho-Verhalten kann durchaus so erklärt werden, folgt man Sigmund Freud.

Meine schwedischen Freunde nennen scherzhaft rasende deutschen Autofahrer be(Scheuer)t – Nomen ist Omen – und zeigen wenig Verständnis über die anhaltende Diskussion um ein Tempolimit. Ich meine, dass verantwortliche Politiker und auch der in einige Luxusmarken verliebte ADAC offenbar nicht einsehen wollen, dass entspanntes (langsameres) Fahren nicht nur Verkehrstote mindert, sonden auch nicht unwesentlich Kraftstoff (und damit Emission in die Atmosphäre) spart.

Wer jemals das Verbrauchskennfeld eines Verbrennungsmotors gesehen (und verstanden) hat, wird mir nicht widersprechen..

Achja- ich lehne mich mal wieder weit aus dem Fenster..
dä Mücher

PS: ist es Zufall, dass gerade die ADAC-Lieblingskinder seit 2015 beim Lügen und Betrügen rund um die Motorsoftware erwischt werden?


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