Kurz-Info

open-pit-mining-3563130_1280 (Hambach: Ist Beharren auf „Recht haben“ eine kluge Entscheidung?) Quelle: pixabay.com
03.10.2018 – 09:07 Uhr (zuletzt bearbeitet: 07.10.2018 – 15:16 Uhr)

Hambach: Ist Beharren auf „Recht haben“ eine kluge Entscheidung?

Experten widersprechen RWE-Aussagen zur Energieverknappung
Wo bleibt die Politik?

Derzeit gäbe es ein Strom-Überangebot, argumentiert Energieexpertin Claudia Kemfert*) im heutigen Beitrag des Rhein-Sieg-Anzeigers. Wäre es nicht politisch klug für die NRW-Regierung und die Koalition in Berlin, die Situation neu zu überdenken, statt den gewaltigen Unmut der Menschen immer weiter zu ignorieren? Joachim Wille vom Rhein-Sieg-Anzeiger führte ein beachtenswertes Interview, siehe Ausgabe vom 01.10.2018.

Appropos Unmut: es ist mehr als das! Nimmt denn in Düsseldorf oder Berlin niemand wahr, welch unglaublichen Einsatz junge Menschen bei Wind und Wetter über Monate/ Jahre leisten, um gehört zu werden? Und den tragischen Tod eines Journalisten den Protestlern anzulasten (wie berichtet), entbehrt jeglicher Einfühlung in die realen Verhältnisse im Hambacher Forst.

Viele Kolleginnen/ Kollegen in der CDU-Basis haben auch hier erneut den Eindruck, dass der Kontakt von oben nach unten immer mehr abreißt.
H Petri

*) Claudia Kemfert leitet den Energie- und Klimabereich am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin. Seit 2016 ist Kemfert Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung!

UPDATE 05.10.2018: Das Urteil in Münster sollte in Düsseldorf und Berlin als Chance verstanden werden, den Kohleausstieg anzupacken. Die Menschen verstehen nicht mehr, weshalb RWE faktisch möglicherweise Recht hat (hatte?). Hier ist Umdenken gefordert, will Politik nicht ganz den Kontakt zu den Menschen einbüßen.


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