Lokalberichte CDU-Much

haupstrasse (Bis die Ortsumgehung kommt:  Ausweichstrecke bleibt) Quelle: Gemeinde Much
14.02.2019 – 13:24 Uhr (zuletzt bearbeitet: 14.02.2019 – 13:33 Uhr)

Bis die Ortsumgehung kommt: Ausweichstrecke bleibt

Hauptstraße und Ortsumgehung

Die Idee durch den Bau einer Ortsumgehung, den zunehmenden PKW- und LKW-Verkehr aus der Ortsdurchfahrt B 56 Much auf einem der Ortsentwicklung zuträglichen Maß zu reduzieren, ist inzwischen über 40 Jahre alt. Vor 35 Jahren wurde der damals bundesweit einmalige Pilotversuch umgesetzt, eine Ortsdurchfahrt, die als Bundesstraße gewidmet ist, durch Umbaumaßnahmen für alle Verkehrsteilnehmer attraktiver zu gestalten.

Im Nachhinein betrachtet führten die Veränderungen zu keiner Entlastung, sondern auf Grund des heutigen höheren Verkehrsaufkommens eher zu einer Mehrbelastung für die Anwohner und ortsansässigen Geschäfte.

Eine vor Jahren schon angeordnete einseitige Sperrung der Ortsdurchfahrt für den LKW-Verkehr führte auch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis, so dass im Jahre 2018 getestet wurde, ob eine beidseitige Sperrung in beide Fahrtrichtungen für LKWs über 7,5 Tonnen zu einer Entlastung führen könnte. Daneben wurde in dieser Phase quartalsmäßig eine Verlagerung des Verkehrs auf die ausgewiesen Nebenstrecke der K 46 geprüft.

Da nach den Prüfungsergebnissen des Straßenverkehrsamtes der Schwerlastverkehr auf der K 46 nur lediglich 7 – 8 % beträgt und damit für eine Kreisstraße eher unterdurchschnittlich ist, soll nun eine dauerhafte Sperrung der Hauptstraße für LKWs über 7,5 Tonnen angeordnet werden.

Aus Sicht der Anwohner der Hauptstraße ein erfreuliches Ergebnis, das von den Bürgerinnen und Bürger der an der K 46 liegenden Ortschaften verständlicher Weise nicht so gesehen wird.

Im Ergebnis hat sich aus unserer Sicht damit einmal mehr gezeigt, dass die Entlastung des Einen ohne das Angebot einer Alternative zu einer Mehrbelastung von Anderen führt. Eine Ortsumgehung für Much ist daher aus unserer Sicht alternativlos.

Entsprechend kann auf Dauer nur die Lösung sein, alles Erdenkliche zu versuchen, die Ortsumgehung doch noch zu realisieren. Da die Ortsumgehung im Bundesverkehrswegeplan steht, besteht auch die Möglichkeit der Realisierung dieses Projektes, das zurzeit offensichtlich nur an den mangelnden Planungskapazitäten des Landes scheitert. Eine Möglichkeit, den Bau der Ortsumgehung zu forcieren, könnte darin bestehen, dass das Land einer eigenen Planung seitens der Gemeinde zustimmt und eine Übernahme der Kosten vertraglich zusichert. Ein Vorgehen, das bereits in anderen Kommunen erfolgreich durchgeführt wurde.

In Gesprächen mit unserem Landtagsabgeordneten Björn Franken haben wir bereits auf diese Alternative hingewiesen und um Unterstützung gebeten. Auch unser Bürgermeister Norbert Büscher wurde bereits entsprechend aktiv und hat diesbezüglich Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt.

PS, HK, CR


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