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exhaust-3538388_1280 (Behörden lassen sauberen Diesel nicht zu) Quelle: pixabay.com
17.12.2019 – 18:58 Uhr (zuletzt bearbeitet: 23.01.2020 – 04:36 Uhr)

Behörden lassen sauberen Diesel nicht zu

In Skandinavien zugelassen – in Deutschland verboten?

Schildbürgerstreiche gibt es der Legende nach ja nur in Schilda. Und jenes Schilda liegt bekanntlich in Brandenburg. Aber im „Ländle“, wo Daimler, Porsche und Bosch zuhause sind, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus bei dieser Nachricht:

 

Ein aus Abfall hergestellter Biodiesel könnte die CO2-Bilanz eines Dieselmotors deutlich verbessern und wird bei Bosch in der Praxis getestet. Deutschland verhindert allerdings laut einem Medienbericht die Markteinführung.

Das berichtet die „Stuttgarter Zeitung“ in ihrer Montagsausgabe. Bei „Care-Diesel“ handelt es sich nach Angaben des Autozulieferes Bosch um einen aus Rest- und Abfallstoffen sowie Altspeiseölen und Fettresten hergestellten Kraftstoff, der 100 Prozent regenerativ hergestellt werden könne; also ohne die Raffinierung von Rohöl wie bei normalem Kraftstoff. Zwar entsteht bei der Verbrennung nach wie vor CO2. Doch durch die Nutzung von Abfällen und Reststoffen, die ja bereits existieren und nicht extra produziert werden müssen, sei die gesamte Klimabilanz eines mit diesem Diesel betankten PKW um 65 Prozent reduzierbar.

Eins ist klar: eine völlige Umstellung auf Elektroantrieb ist kurzzeitig unreaistisch. China und Japan sind aber deutlich Technologie-offener als wir. Dort betrachtet man  Batterie-Antriebe als Übergangslösung für Stadtverkehr und setzt vermehrt auf Brennstoffzelle, Hybrid-Lösungen und eben auch auf synthetische Kraftstoffe für den Verbrennerantrieb (womit wir beim heutigen Thema sind). Asien könnte Europa und speziell Deutschland bald in Bedrängnis bringen, vermuten Eingeweihte. Hoffentlich werden in Berlin und Brüssel die Weichen noch richtig gestellt.

Den ganzen Bericht lesen Sie auf ONLINE Focus hier.
H Petri

Update 23.01.2020:
Das Büro Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB, schichte mir aus eine diesbezügliche Nachfrage eine Antwort, siehe Anhang.


Anhang


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