Kurz-Info

berlin-1749721_1920richardley (2018 – eine gewagte politische Prognose) Quelle: pixabay.com/Richard Ley
31.12.2017 – 08:34 Uhr (zuletzt bearbeitet: 13.07.2018 – 15:19 Uhr)

2018 – eine gewagte politische Prognose

Nehmen Verhandlungen zur Regierungsbildung jetzt Fahrt auf?

(ein ganz persönlicher Kommentar)

Manch einem fällt dieser Tage auf, dass auch bei uns erkennbarer Mangel an politischen Größen herrscht. Charisma, Weitsicht und Entschlossenheit von Führungsgrößen wie Adenauer, Brandt, Wehner, Kohl, Schmidt, Genscher etc. lassen sich eben nicht aus dem Boden stampfen. Wurde etwa auch in der Union verpasst, Talente früh genug zu fördern? Angela Merkel – immer noch Turm in der Schlacht – erfährt da vielleicht zu Unrecht Medienschelte.

Die Chance auf eine interessante politische Wende durch ein Jamaika-Bündnis hat ausgerechnet der als Pop-Star einer wiedererstarkten FDP hochgejubelte Christian Lindner vergeigt (Angst vor eigener Courage?). Auch wiederholtes Nachtreten gegen die Kanzlerin bringt ihn kaum zurück in die Charts. Sehr schade um schwarz-gelb-grün, denn gerade bei Letzteren schälten sich (mit Ausnahme eines zuweilen etwas schwierigen Jürgen Trittin) interessante Kandidaten mit ernstzunehmendem politischen Gespür heraus.

Und jetzt? Etwa die vom Bundespräsidenten geforderte (starke?) Große Koalition (wie gehabt?) mit einem immer noch von 100% träumenden (und mittlerweile in der Realität angekommenen) Martin Schulz sowie einer ’starken‘ („jetzt gibt’s auf die Fresse..“) Dame an seiner Seite? Das Herumeiern der Genossen mit schier unerfüllbaren Bedingungen von der Abkehr ihrer Oppositionsaussage wird andauern – aber vielleicht irre ich mich ja – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich persönlich fände eine schwarz-grüne Minderheitsregierung die ehrlichste aller derzeit möglichen Antworten. Oder gäbe es da doch noch ein (gelbes) Wunder? Aber vielleicht ist dies ja nur die Meinung eines Einzelnen..
Hans Petri