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  • Quelle: pixabay.com
16.03.2021 – 13:05 Uhr (zuletzt bearbeitet: 16.03.2021 – 13:29 Uhr)

Impfungen verzögern sich weiter

Kritik und Vorschläge zur Impfsituation

Ein Ausschnitt des Beitrags von Gabor Steingart vom 16.03.2021:

Keine Kritik ohne Verbesserungsvorschlag: Die regierungskritischen Experten, die mittlerweile in vielen Institutionen sitzen und nach meinem Eindruck eine Mehrheit bilden, empfehlen zur Behebung der Impf-Misere drei Schritte mit großer Hebelwirkung:

  • Haus- und Betriebsärzte an die Impf-Front: Zusätzlich zu den Beschäftigten der Impfzentren müssten die 55.000 Hausärzte und die 12.000 Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen werden. Bei 30 Impfungen pro Tag und Hausarzt würden allein die Hausärzte 1,6 Millionen Menschen pro Tag in die Teil-Immunität entlassen. In 51 Tagen wäre Deutschland durchgeimpft.

  • Der Zeitraum zwischen erster und zweiter Impfdosis müsste auf das Maximale gestreckt werden. So wird schneller eine Teilimmunität der Bevölkerung erreicht und vor allem die Intensivmedizin in den Kliniken entlastet.

  • Impfreihenfolge lockern. Mit der Impfberechtigung für bestimmte Alterskohorten, Krankheitsbilder und Berufsgruppen hat die Regierung ein bürokratisches Monster geschaffen, das die schnelle Impfung von Millionen von Menschen unmöglich macht. Die Hausärzte müssen frei entscheiden können und in Eigenverantwortung die Impfreihenfolge bestimmen dürfen.

Fazit: Das Impf-Desaster ist hausgemacht. Es fehlt in Deutschland nicht an Impfstoff, Geld und wissenschaftlichem Know-how, sondern an Leadership. Die Vokabel vom „Staatsversagen“ ist daher zu hoch gegriffen. Die Regierung versagt – und zwar vor sich selbst.

Wer sich kostenlos angemeldet hat, kann den gesamten Bericht hier nachlesen.
HP


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